Noch mehr Tote am K2 – Behörden sprechen von 18 Opfern

Pakistanische und chinesische Medien sprechen mittlerweile offenbar von 18 Toten, die vor drei Tagen am zweithöchsten Berg der Welt umgekommen sind. 

Eine zweite Expedition ist seit dem 2. August verschollen

Darunter seien verschiedene Mitglieder einer Expedition, von der bisher gar nicht die Rede war. 

Seit dem zweiten August habe man keinen Kontakt mehr zu der Gruppe gehabt. “Es ist unmöglich, dass diese Leute auf über 8000 Metern noch am Leben sind”, heiβt es.

Die Expedition setzte sich hauptsächlich aus Nordamerikanern zusammen, die im vergangenen Monat mehrfach mit mexikanischen Bergsteigern in Kontakt standen. Alfredo García hatte die Lateinamerikaner auf seiner Rückkehr aus dem Himalaya nach Islamabad begleitet.

Der aus La Rioja stammende Experte erklärte zudem, es seien weitere Opfer mit schweren Erfrierungen aufgetaucht, die im letzten Moment gerettet werden konnten. “Nach diesem Inferno müssen viele Faktoren analysiert werden, damit eine derartige Katastrophe nicht noch einmal passiert”. 

Verschiedene Unfälle an einem einzigen Tag

Damit bestätigt der Spanier die These von seinem Landsmann Alberto Zerain, der von “verschiedenen Unfällen am gleichen Tag” sprach. Ein Teil der Verunglückten wurde von einem Eisblock fortgerissen. Andere Bergsteiger wiederum waren auf dem Berg “gefangen”, weil sie den Gipfel zu spät erreicht hatten. “Das machte einen sicheren Abstieg so gut wie unmöglich”.

Speziell die Gruppe, die zu spät vom Gipfel abstieg, hat es schwer getroffen. Besonders tragisch sei der Fall von zwei Koreanern, die so lange gewartet haben, bis ihre Beine erforen waren. “Ihre Kollegen mussten sie alleine zurücklassen”, berichtete Alfredo García der Zeitung “El País”.

Gefährlicher als der Mount Everest – die Magie des K2

Es handelt sich um das schwerste Unglück am K2 seit dem 13. August 1995. Damals starben sechs Menschen während eines Gewitters. Der K2 ist zwar “nur” der zweithöchste Gipfel der Welt, gilt allerdings als komplizierter zu bewältigen als das Dach der Welt, der Mount Everest. 

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