Neue Domainendungen könnten schon bald das Internet revolutionieren

Wer sich sputet, der kann noch von der umsatzstarken Vorweihnachtszeit profitieren.

Dies gilt insbesondere, wenn man einen eigenen Webshop aufbauen und somit in das stark wachsende Geschäftsfeld des E-Commerce einsteigen will. Hinzu kommt, dass wir gerade eine innovative Weiterentwicklung des Internets erleben. Diese hat durchaus das Potential, unsere Internetnutzung langfristig zu prägen und zu verändern.

Die Rede ist von insgesamt 1.400 neuen Top Level Domains, also neuen Domainendungen. Bislang sind den meisten Usern die Domainendungen .de und .com besonders geläufig, auch .org und .net oder landesspezifische Endungen wie .at oder .ch nutzt man womöglich häufiger. Dennoch war die Anzahl an Domainendungen stets recht begrenzt. Dies ändert sich nun langsam aber sicher, da die Internet Cooporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) bald eine Vielzahl neuer Domainendungen zur Verfügung stellt. Von den rund 1.400 neuen Domainendungen soll etwa die Hälfte der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, die andere Hälfte wird als markenspezifische Namen geschützt. Ob sich die neuen Domainendungen auch in der Gunst der Internet-User durchsetzen werden, bleibt abzuwarten.

Aufgrund der sehr begrenzten Anzahl an Domainendungen war bisher häufig schon der erste Schritt des Erstellens einer Webseite, nämlich das Registrieren eines guten und einprägsamen Domainnamens, eine echte Herausforderung. Gerade bei den .com und .de Domains sind zumeist fast alle guten und einprägsamen Domainnamen vergeben. Dies führte auch dazu, dass viele der attraktivsten Domains zu schwindelerregenden Preisen gehandelt wurden – so erzielen beispielsweise die beliebtesten .de Domains regelmäßig fünf- bis sechsstellige Eurobeträge. Ob sich dies so schnell ändert, hängt auch davon ab, ob eine Mehrheit der User die neuen Domainendungen annimmt. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die interessantesten neuen Domainendungen:

Regionale und branchenspezifische Domainendungen

Bisher hat zwar fast jedes Land seine eigene Top Level Domain, die regionalen Domainendungen gehen jedoch einen Schritt weiter. Wer beispielsweise eine kommerzielle Webpage für ein Geschäft in Berlin plant, der kann sich Domainnamen mit der Endung .berlin hier vormerken lassen. Den regionalen Endungen wird viel Potential nachgesagt, schließlich lassen sie sich für verschiedene Zwecke nutzen.

Wer also ein Internetportal oder einen Blog für aktuelle Nachrichten aus der Hauptstadt plant, der kann versuchen, sich Domainnamen wie „nachrichten.berlin“ oder „news.berlin“ registrieren zu lassen. Der eigenen Kreativität sind somit kaum mehr Grenzen gesetzt. Ist ein Name schon vergeben, so kann man sich diesen in der Regel in einer Warteliste vormerken lassen.

Dabei liegen nicht nur regionale, sondern auch branchenspezifische Domainendungen wie beispielsweise .auto, .immo oder .fashion im Trend. Zudem ist der e-Commerce Bereich mit den Domainendungen .shop, .store oder .buy vertreten. Selbst wenn man die eigene Homepage oder den eigenen Webshop erst später erstellen will, macht es durchaus Sinn, sich einige attraktive und einprägsame Domainnamen vorzumerken. Hier sollte man sich jedoch sputen, schließlich sind bereits etwa 3,8 Millionen neue Domainnamen vorgemerkt worden.