Nasenoperation, dann Koma: Gericht prüft Kunstfehler!

Das Gericht in Madrid begann am Mittwoch mit Anhörungen zu dem Fall des heute 42-jährigen Komapatienten Antonio Meño, wie die Justiz mitteilte. Zuvor war ein neuer Zeuge aufgetaucht. In den kommenden Tagen muss das Gericht dann entscheiden, ob der Fall neu aufgerollt wird.

Die Eltern Meños, der seit einer missglückten Nasenoperation in einer Privatklinik in Madrid 1989 in einem vegetativen Zustand lebt, hatten wiederholt vergeblich gegen den zuständigen Anästhesisten geklagt.

Um die Gerichtskosten zu bezahlen, mussten sie schließlich sogar ihr Haus verkaufen. Zuletzt kampierten sie als Zeichen des Protests vor dem Justizministerium.

Der Anästhesist war zunächst wegen "Unvorsichtigkeit" verurteilt worden, im Berufungsverfahren jedoch freigesprochen worden. Seiner Darstellung zufolge habe Meño keine Luft mehr bekommen, als er sich bei einem Wiederbelebungsversuch erbrach.

Der Aussage eines neuen Zeugen zufolge, eines bei der Operation anwesenden Medizinstudenten, hatte der Anästhesist jedoch den OP-Saal verlassen, als sich der Schlauch zur Beatmungsmaschine löste. (SAZ, afp; Foto: Wikipedia)

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