Nanu? Alonso mag Hamilton? Statistik für den Spanier

Vor der Presse zeigten sich die beiden Silberpfeil-Piloten lachend und fast ausgelassen und gaben zu Protokoll, dass sie eich eigentlich ganz nett fänden – wäre da nicht die leidige Geschichte mit dem Rennfahren. Nur im Cockpit nämlich seien sie Kontrahenten, aber das sei schließlich ganz normal.

Die Show der beiden Streithähne ging so weit, dass Alonso sagte, auf die vom Rennverband FIA angeordnete Überwachung von Rennstall McLaren-Mercedes verzichten zu wollen. „Das ist unnötig“, sagte Alonso, „ich vertraue meinem Team“. Wieso Alonso dies sagte, weiß im Moment noch niemand, denn seit Monaten brachte der amtierende Weltmeister sein Misstrauen gegenüber McLaren zum Ausdruck. Für die Experten ist Alonsos Nummer nur ein weiterer Beleg für die Zirkusnähe der Formel 1.

Wie auch immer: Vor dem letzten Rennen führt Hamilton in der Gesamtwertung mit 107 Punkten vor Alonso (103) und Ferrari-Pilot Kimi Raikkonen (100). Wer Weltmeister wird, entscheidet sich am Sonntag in Sao Paulo (18 Uhr, live auf RTL und Telecinco.)

Ein Blick auf die Statistik zeigt laut „Spiegel“ übrigens keinesfalls, dass der Führende Hamilton Favorit ist. Bei acht Dreikämpfen am letzten Renntag holte fünfmal der bis dahin Zweitplatzierte den Titel. Zuletzt gelang dies Alain Prost 1986 in Adelaide, als er Nigel Mansell abfing.