Muttermilch fördert Vorliebe für Obst und Gemüse

Allerdings kann der Effekt auch positive Folgen haben: So können stillende Mütter mit dem regelmäßigen Genuss von Obst und Gemüse die spätere Akzeptanz ihres Kindes für diese gesunde Kost erhöhen. Das hat jetzt eine Studie des „Monell Chemical Senses Centers“ in Philadelphia ergeben. Bei 45 Kindern im Alter zwischen vier und acht Monaten, von denen 44 Prozent gestillt wurden, wurde die Vorliebe für Pfirsiche und grüne Bohnen überprüft. Einmal von der Muttermilch entwöhnt, nahmen die Kinder von Obst und Gemüse essenden Müttern mehr gesunde Lebensmittel zu sich als andere.

Die Experten führen diesen Effekt darauf zurück, dass Säuglingen eine Vorliebe für Süßes angeboren ist und sie sich erst an andere Geschmacksrichtungen gewöhnen müssen. Kleine Kinder verziehen beispielsweise beim Verzehr von bitterem grünen Gemüse das Gesicht. Das bedeutet aber nicht, dass sie prinzipiell nicht bereit sind, solche Nahrungsmittel zu essen. Mütter sollten ihren Kindern deshalb immer wieder verschiedene Varianten von Gemüse und Obst anbieten.

Während des Stillens ist allerdings auch darauf zu achten, ob der Säugling die Lebensmittel auch verträgt, die er durch die Muttermilch aufnimmt. Ruft etwa der Verzehr von Kohlgemüse starke Blähungen oder Durchfall hervor, sollte davon nur wenig gegessen werden.