München: Jährliches Oktoberfest lädt wieder ein

Nein, das ist keine ukrainische oder russische Redewendung, sondern schlichtweg bayerisch. Was soviel wie „Ein Bier mit Schweinshaxe“ bedeutet, sollte zum festen Sprachrepertoire eines jeden Besuchers auf den jährlichen Wiesn gehören oder zumindest schon einmal gehört worden sein. Bereits seit 1810 strömen jedes Jahr aufs Neue Millionen Besucher auf das Oktoberfest in München.

Damit blickt es inzwischen auf eine 200-jährige Geschichte zurück. Nun ist es mal wieder soweit. Das größte Volksfest der Welt öffnet für 2 Wochen seine Tore und lädt zum feuchtfröhlichen Miteinander ein.

Wie alles begann…
Wie so vieles, was irgendwann aus einer mehr oder weniger spontanen Überlegung heraus entstanden ist, so entwickelte sich ebenso das Dasein des Oktoberfestes aus einer sprichwörtlichen „Schnapsidee“ eines bürgerlichen Unteroffiziers heraus. Anlässlich der Hochzeit vom damaligen Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese lieferte dieser den Vorschlag ein Pferderennen vor den Stadtmauern Münchens zu veranstalten und ebnete damit den letztendlichen Grundstein der heutigen Wiesn. Übrigens: Die oftmals saloppe Redewendung „Wiesn“, welche als Abkürzung von Theresienwiese verstanden wird, führt von der namensgebenden Braut Prinzessin Therese hervor. Das Oktoberfest hat für Deutschland einen unschätzbaren Wert, da es nahezu jeder Tourist kennt und für Bierliebhaber und Feierlustige eine fast schon magische Anziehungskraft besitzt. Doch was kaum jemand weiß: In den Anfangsjahren besaß das Oktoberfest eher einen sportlichen Charakter. Das rührt daher, dass Kronprinz Ludwig bekennender Anhänger der antiken Olympischen Spiele der Griechen war und somit selbiges dem Antlitz seiner Wiesn anheften wollte.

Abgesehen von einigen wenigen Ausfällen, hauptsächlich bedingt durch Kriege und damalige Volkskrankheiten im 19. bzw. 20. Jahrhundert, wuchs das Oktoberfest von Jahr zu Jahr und wurde schließlich von der Stadtverwaltung übernommen. Genau dieser Umstand gewährleiste es, dass 1880 erstmals der Bierverkauf von der Stadtverwaltung gestattet wurde. Überdies wurden mit der Zeit viele kleine Buden und Bierzelte errichtet und volksmusikalische Klänge umschmückten die Feier. Eins hat sich jedoch nie verändert: Es ist fast schon ein ungeschriebenes Gesetz, dass Wiesnbesucher tradionell in Lederhose bzw. Dirndl erscheinen. Hier erfährt man  alles was man über die Wiesn wissen muss! Doch neben Brauchtum und tradionellen Ritualen, sind es vor allem die Menschen, die das Oktoberfest jedes Jahr aufs Neue zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. In diesem Sinne: A Maß, biddsche und Prost!