Mohammed der Ägypter: Drahtzieher der Anschläge vom 11-M?

Jetzt hat die spanische Staatsanwaltschaft in einem Berufungsprozess vor dem Obersten Gerichtshof des Landes zehn Jahre Haft für den mutmaßlichen Mittäter der Bombenanschläge gefordert. 

Rabei Ousmane Sayed Ahmed, alias "Mohammed der Ägypter", war im Oktober nach einem Mammutprozess gegen ihn und 21 weitere mutmaßliche Mittäter der tödlichen Anschläge freigesprochen worden, da man nicht genügend Beweise gegen ihn in der Hand hatte.

Die Staatsanwaltschaft hält ihn jedoch für einen der Drahtzieher der Bombenexplosionen, bei denen 191 Menschen getötet wurden.

Das spanische Sondergericht hatte entschieden, die Beweise reichten nicht aus, um ihn als Hauptverantwortlichen zu überführen. Daraufhin ging die Staatsanwaltschaft nur im Anklagepunkt Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in die Berufung. 

Das Sondergericht hatte dazu im Oktober geurteilt, Mohammed der Ägypter sei wegen dieses Vorwurfs in Italien inhaftiert gewesen und könne nicht zweimal für dieselbe Tat bestraft werden. Der Oberste Gerichtshof wird voraussichtlich Ende Juli über die Berufung entscheiden.