Modelle der Kapitalbeteiligung – Worauf müssen Mitarbeiter achten?

Mitarbeiter einer Firma sitzt auf einer Bank und schreibtMitarbeiter können im Rahmen der Kapitalbeteiligung finanziell von ihrer Firma profitieren. Bildquelle: StartupStockPhotos / Pixabay

Unternehmen können ihre eigenen Mitarbeiter im Rahmen der Kapitalbeteiligung enger an sich binden. Wie letztlich das Prozedere vonstattengeht, hängt von der Rechtsform des jeweiligen Unternehmens ab. Sie ist ausschlaggebend für die Eignung der verschiedenen Modelle, die bei der Mitarbeiterkapitalbeteiligung zum Einsatz kommen. Wir klären auf, welche Informationen für Unternehmen und ihre Arbeitnehmer wichtig sind.

Zweck der Kapitalbeteiligung

Die eigenen Mitarbeiter bilden das Fundament eines Betriebs und sind maßgeblich für die unternehmerische Entwicklung verantwortlich. Motivation, Anreiz und Perspektive sind dabei entscheidende Indikatoren, die unter dem Strich über Wachstum oder Stagnation der eigenen Wirtschaftlichkeit entscheiden. Um den Arbeiterstamm diese Indikatoren in hohem Maße zu Verfügung zu stellen, lohnt sich der Einsatz der Kapitalbeteiligung.

Die Beteiligung von Mitarbeitern am unternehmerischen Erfolg und Kapital ist für viele Firmengründer und -lenker ein logisches Unterfangen, da so die Verbindung zum Arbeitsplatz maßgeblich intensiviert wird. Eine direkte und stabile Beziehung ist idealerweise die positive Konsequenz der Kapitalbeteiligung, die auch in Hinsicht des Fachkräftemangels und der Arbeitgeberattraktivität eine kluge Strategie darstellt. Insbesondere wenn es um die Wahl der richtigen Beteiligungsform geht, die auch für eine förderliche Zusammensetzung verantwortlich ist.

Formen der Kapitalbeteiligung

Das Spektrum der Kapitalbeteiligungsformen ist für unterschiedliche Szenarien ausgelegt, die sich an der Rechtsform des jeweiligen Unternehmens anlehnt. In der Praxis reicht die Beteiligung am unternehmerischen Kapital vom Fremdkapital bis zum Eigenkapital. Neben diesen gängigen Varianten kann auch das Investivkapital als eine potenzielle Form der Beteiligung zum Einsatz kommen. In ihrer Beschaffenheit ist diese Art des Kapital zwar dem Fremdkapital zuzuordnen, allerdings gilt sie auf logischer Basis in diesem Geschäftsfeld als alleinige Kapitalform und nimmt aus dieses Grund eine Sonderstellung ein. Sollte die gesamte Thematik außerhalb des eigenen Knowhows liegen, bietet sich externe Expertise von Branchenvertretern an.

Die gesamte Bandbreite der Kapitalbeteiligungsarten ist in der Regel an das Eigenkapital des entsprechenden Unternehmens angelehnt. Diese Tatsache ist dafür verantwortlich, dass die Rechtsform der Firma eine übergeordnete Rolle spielt. In der Konsequenz bieten sich für die Mitarbeiterkapitalbeteiligung daher Aktien, GmbH-Gesellschaftsanteile, die Zeichnung von Genossenschaftsanteilen sowie die Einlage von Kommanditkapital an.

Kapitalbeteiligung an einer GmbH

Eine Kapitalbeteiligung von Mitarbeitern an GmbHs gehört nicht zum standardmäßigen Bild, sondern ist eher seltener anzutreffen. Dieser Umstand basiert auf den umfangreichen Rechten, die bei solch einer Beteiligung zum Tragen kommen. Speziell in familiengeführten Betrieben ist die Mitarbeiterkapitalbeteiligung rar gesät. Nicht zuletzt bildet auch die langfristige Perspektive in diesem Zusammenhang ein problematisches Konstrukt, da die Rückgabe der Beteiligung bei einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses häufig in heiklen Vereinbarungsszenarien enden würde.

Darüber hinaus ist bei der Beteiligung an einer GmbH der hohe Aufwand für die Anteilsübertragung eine Herausforderung. In Kombination mit der Perspektivfrage hat die Vergangenheit gezeigt, dass eine direkte GmbH-Beteiligung meistens nur langfristig gebunden Führungskräften vorbehalten ist. Mitarbeiter, die in der Hierarchie etwas weiter unten angesiedelt sind, werden, wenn überhaupt eine Kapitalbeteiligung im Raum steht, über eine indirekte Teilhabe am Eigenkapital der GmbH beteiligt.

Aktienkapital als Beteiligungsform

Eine deutlich gängigere Form der Mitarbeiterkapitalbeteiligung stellt das Aktienkapital dar, das vor allem in börsennotierten Gesellschaften an der Tagesordnung ist. Der Vorteil dieser Beteiligungsform liegt der Tatsache zu Grunde, dass sich Preisbindung und Handel über die Börse vollziehen lassen. Auch die Verwaltung der Anteile ist ein großer Pluspunkt, da diese über Depot abgewickelt werden kann. Experten warnen in diesem Kontext: „Oftmals entsteht der Irrglaube, dass dieser Vorteil des Aktienkapitals auch auf nicht börsennotierte Gesellschaften angewandt werden kann. Jedoch macht die aufwendige Bestimmung eines Aktienwerts diese Annahme obsolet.“  Ebenfalls für Komplexität kann der Handel von Aktien unter den Beteiligten sorgen.

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