Modegott Yves Saint Laurent ist tot

Der Modegott galt als Revolutionär der Damenmode. Ihm haben die Frauen Hosenanzüge, Safari-Outfits und den Smoking zu verdanken.

“Chanel gab den Frauen die Freiheit, Yves Saint Laurent die Macht”, pflegten seine Anhänger zu sagen. Viele sahen in ihm den “wahren Modeschöpfer”, der über die Ästhetik hinausging, um der Gesellschaft eine soziale Botschaft zu übermitteln. 

Studienjahre in Paris: Assistent von Cristian Dior

Der Franzose wurde am 1. August 1936 in Algerien geboren. Schon früh zeigte sich sein Interesse für die Mode, als kleiner Junge spielte er gerne mit den Puppen seiner Schwester. 

Im Alter von 17 Jahren schickten ihn seine Eltern nach Paris, wo er dem Modemacher Christian Dior assistierte. So nahm seine Karriere seinen Lauf – nach Dior’s Tod wurde Saint Laurent sein Nachfolger und triumphierte bereits 1958 mit seiner revolutionären “Trapez-Linie”, die sich gegen den aktuellen Wespentaillen-Look stellte.

Gerne bediente sich der Franzose Kleidungsstücken, die bis dato den Herren vorbehalten waren, und lieβ sich auf – für die damalige Zeit gewagte –  “Experimente” ein. So entstanden sein Safari-Look, seine Matrosenanzüge für die Frau und der berühmte Smoking für die Dame von Welt.

Er lieβ sich gerne von Künstlern wie Picasso inspirieren, oder schockierte die Welt mit provokanten Parkümkreationen wie “Opium” im Jahr 1977.

Mit Manager Pierre Bergé gründete Yves Saint Laurent sein eigenes Modelabel, das zu einem weltweiten Imperium heranwuchs. Auch heute gehört die Topmarke YSL in jeden Kleiderschrank einer Frau, die es sich leisten kann.

Bereits 2002 verabschiedete sich der Modemeister im Centre Pompidou in Paris mit einem spektakulären Rückblick auf 40 Jahre kreatives Schaffen.