Möbelindustrie leidet unter Krise – und hofft auf Spanien

Der Umsatz sei im Vergleich zum ohnehin schwachen Jahr 2009 im ersten Halbjahr 2010 nochmals gesunken, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), Dirk-Uwe Klaas, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. "Die ersten Zahlen deuten darauf hin, dass wir ein leichtes Umsatzminus von rund zwei Prozent in der Möbelindustrie haben."

Man sei dennoch optimistisch. "Es gibt Anzeichen, dass aufgrund der Erholung der Exportmärkte, besonders der europäischen Nachbarn wie Spanien, England und Benelux, wir aufs Jahr gesehen unsere Prognose einer schwarzen Null erreichen können."

Es werde nicht gelingen, die Verluste des Vorjahres komplett aufzuholen, räumte Klaas ein. "Aber wir wollen wenigstens den Einstieg schaffen, die massive Finanzkrise in den nächsten drei, vier Jahren zu überwinden."

2009 war der Umsatz der Möbelindustrie im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 Prozent auf rund 18,2 Milliarden Euro gesunken. Die Branche hat bundesweit mehr als 100.000 Beschäftigte.

Die Politik müsse dafür sorgen, dass die Menschen nicht weniger Geld in den Taschen hätten, forderte Klaas. "Alles, was Kaufkraft abschöpft, tut uns weh." Als Beispiel nannte er etwa höhere Krankenkassenbeiträge.(dpa, SAZ; Foto: Wikipedia)

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