Microsoft: “Zune-Pass gibt’s in Spanien, nicht Deutschland”

Die Plattform geht in insgesamt 20 Ländern außerhalb von Microsofts Heimatmarkt USA an den Start. PC-Nutzer können über ein kostenloses Programm auf den Marktplatz zugreifen.

Microsofts neues Mobilfunk-Betriebssystem Windows Phone 7 wird ab dem Start im Herbst mit einem Direktzugang ausgestattet sein. Medien lassen sich im Streaming-Verfahren vom Computer auf das Handy oder die Spielkonsole übertragen. "Unser Ziel ist es, einen Service anzubieten, der nahtlos alle Entertainment-Bereiche verbindet, wie und wo man möchte", sagte Microsoft-Manager Craig Eisler.

Damit macht Microsoft zum einen diversen Musik- und Video-Läden im Internet in Konkurrenz: Wettbewerber sind Marktführer iTunes und der Online-Laden Amazon, aber auch die zur Deutschen Telekom gehörenden Plattformen Musicload und Videoload.

Zum anderen rüstet sich der Softwarehersteller für den wachsenden Wettbewerb im Mobilfunk-Markt. Mit dem umfangreichen Medienangebot soll das für Herbst angekündigte Betriebssystem Windows Phone 7 attraktiver werden. Einen Musik- Spieler wie Apples iPod bietet Microsoft nur in den USA an.

Der Katalog der Zune-Plattform umfasst nach Microsoft-Angaben acht Millionen Songs von allen großen Musik-Labels. Die Dateien werden in hoher Qualität und ohne Kopierschutz im MP3-Format angeboten. Zu den Preisen äußerte sich das Unternehmen nicht.

Der Abo-Service "Zune Pass" wird dagegen zunächst nur in Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien verfügbar sein. Nutzer können damit für 10 Euro im Monat unbegrenzt Musik hören. (SAZ, dpa; Foto: Flickr)

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