Michaela W. wehrt sich: Habe mit Maddie nichts zu tun

Michaela W. wehrt sich. Die Deutsche, die in Verdacht geraten ist, Maddie McCann nach Marokko verschleppt zu haben, kann ein einwandfreies Alibi nachweisen, zumindest für die Tatnacht am 3. Mai. "Ich war in Lagos im Gottesdienst der Zeugen Jehovas", so die 34-Jährige.

Ihre Angaben werden von den anderen Gläubigen bestätigt, die Polizei gibt sich zufrieden. Michaela W. lebt in Lagos, das rund fünf Kilometer von Praia da Luz entfernt ist, dem Ort, aus dem Maddie verschwunden ist.

Die Vorwürfe, sie sei mit Maddie zwei Tage nach ihrem Verschwinden in Portugal und im Juni in Marokko gesehen worden, bezeichnete sich als "lächerlich und bizarr" – wer dies behaupte, drohte sie, müsse mit einer Anzeige rechnen.

Für die Öffentlichkeit wird sie laut Daily Mail allerdings so lange interessant bleiben, wie unklar ist, wo sie die zwei entscheidenden Tage verbracht hat, an denen sie angeblich gesichtet wurde – am 5. Mai und am 15. Juni. Immerhin zwei voneinander unabhängige Zeugen sprechen gegen sie. Die Spanierin Isabel Gonzalez, auf Urlaub in Marokko, will Michaela W. am 15. Juni dort gesehen haben.

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Michaelas Tagebücher von der Polizei beschlagnahmt

Der Anwalt ihres Freundes Robert Murat, einer der Verdächtigen, sagte nach Angaben der Daily Mail, Michaela W. halte sich noch bedeckt, weil ihre Tagebücher seit Monaten von der Polizei beschlagnahmt wurden. So könne Michaela nicht mit Sicherheit sagen, wo sie sich an den betreffenden Tagen aufgehalten habe.

Sicher ist jedoch laut Anwalt Francisco Pagarete, dass Michaelas Wagen, ein Skoda, am 5. Mai mit Schaltproblemen in der Werkstatt war. "Dies bedeutet", so Pagarete, "dass Frau W. ziemlich sicher an diesem Tag in Lagos war und nicht in Silves." Dort, rund 50 Kilometer von Praia da Luz entfernt, will sie aber ein Lastwagenfahrer am 5. Mai mit Maddie gesehen haben – und zwar in einem Leihwagen, wie er erkannt haben will.

Michaela W. will sich an die Auflagen halten und schweigen – im Gegensatz zu vielen anderen Beteiligten

Weitere Angaben darf Michaele W. derzeit aus rechtlichen Gründen nicht machen – die portugiesischen Polizeigesetze verbieten dies. Im Gegensatz zu anderen Beteiligten im Fall Maddie will Michaela W. sich daran halten.

Auch Michaela W.s Ehemann Luis Antonio, mit dem sie ein Kind hat und eine Wohnung teilt, wurde von der Polizei befragt. Auch er bestreitet jegliche Verwicklung in den Fall Maddie.

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