Mesut Özil: Geheimtraining gegen Klinsmann! “Sommermärchen ist vorbei”

Acht Jahre nach dem WM-Sommermärchen in Deutschland freut sich der frühere Bundestrainer Klinsmann auf das Wiedersehen mit der DFB-Auswahl. «Das ist ein ganz besonderer Moment für mich. So etwas passiert nicht jedes Jahr und vielleicht nur einmal im Leben. Es geht schließlich gegen die Gruppe, die ich selbst mit aufgebaut habe», sagte Klinsmann am Dienstag vor dem Training der US-Boys in São Paulo.

Sportlich sieht er die deutsche Mannschaft im Vorteil. «Ich glaube, dass Deutschland aufgrund der Tordifferenz schon zu 95 Prozent durch ist. Wir müssen noch ein bisschen mehr tun. Aber wir sind heiß. Wir werden es ihnen sehr schwer machen.» Die Amerikaner flogen bereits am Nachmittag nach Recife. Fehlen wird gegen Deutschland weiterhin Stürmer Jozy Altidore. «Diese Partie kommt für ihn noch zu früh», sagte Klinsmann. Der 24-Jährige hatte sich beim 2:1-Sieg im ersten WM-Spiel gegen Ghana in der ersten Hälfte eine Zerrung im linken Oberschenkel zugezogen.

Als erstes der 32 WM-Teams traf der entthronte Titelverteidiger Spanien am Dienstag wieder daheim ein. Ein Blitzeinschlag in den rechten Flugzeugflügel kurz vor der Landung in Madrid versetzte die Spieler dabei in Angst und Schrecken. Am Flughafen Adolfo Suárez in Madrid-Barajas warteten etwa 250 Fans vergeblich auf die Spieler. Sie verließen das Gebäude durch einen Hinterausgang. Trainer Vicente del Bosque hatte seine Zukunft nach dem nutzlosen 3:0 im abschließenden Vorrundenspiel gegen Australien offen gelassen.

Sein deutscher Amtskollege Volker Finke wurde nach dem punktlosen Vorrunden-Aus mit Kamerun in die Kritik von Altstar Roger Milla einbezogen. Der einstige Torjäger warf Finke in einem dpa-Gespräch vor, falsche Entscheidungen bei der Aufstellung und Auswechslung von Spielern getroffen zu haben. Milla forderte am Dienstag einen völligen Neuanfang. Sein Land solle sich dazu für einige Jahre aus internationalen Wettbewerben zurückziehen. «Die einst gefürchteten Unbezähmbaren Löwen regen heute niemanden mehr auf», sagte Milla.