Messi plant Hattrick-Museum? “Neymar und Luis Suarez sind Weltstars”

Natürlich aber auch über Fußball. Zum recht verkorksten letzten Jahr sagte der Argentinier: “Das war ein kompliziertes Jahr, wegen all der Dinge, die außerhalb des Rasens geschehen waren. Auch wegen der Verletzungen und weil ich deshalb nicht so gut war. Aber diese Saison hat besser angefangen, ich fühle mich wieder sehr gut. Die letzte Saison war nicht sehr konstant, ich habe viele Spiele wegen Verletzungen verpasst. Und wenn ich gespielt habe, war ich nie wirklich fit. Das will ich so schnell wie möglich vergessen – und zum Glück gelingt es mir auch.”

Was er daraus gelernt hat? “Man lernt aus allem, ich versuche immer, das Positive aus allem zu ziehen. Das ist im Leben wie im Fußball so. Auch aus dem letzten Jahr habe ich wichtige Dinge gelernt.”

Neymar und Luis Suarez sind Weltstars

Zu seinen Kollegen Neymar und Luis Suarez sagte Messi: “Das sind zwei Weltstars, die uns viele Dinge geben, nicht nur Tore.” Für letztere ist aber natürlich vor allem Messi selbst zuständig: “Wenn ich einen Hattrick schieße, lasse ich mir immer die Bälle von den anderen signieren. Ich finde, das ist eine Anerkennung für das ganze Team. Ohne meine Mitspieler hätte ich nie erreicht, was ich als Individuum erreicht habe. Die Bälle hebe ich alle zuhause in einer Vitrine auf, genauso wie meine Pokale. Ich überlege mir gerade, was ich Schönes mit den Bällen anfangen könnte. Sie sollten eigentlich einen Platz haben, der außergewöhnlicher ist.” Ob er etwa ein Museum plant wie Cristiano Ronaldo, der seine Bälle im Museum in Madeira zeigt?

Dass Messi so viele Tore schießt, liegt sicher nicht an seiner Kunst, Elfmeter zu verwandeln – zuletzt verschoss er zum Beispiel gegen Manchester City. Messi dazu: “Ja, das macht mich wirklich wütend. Sowohl bei Barca als auch in der Nationalelf bin ich der Elfmeterschütze, und die Torleute sehen immer mehr, wie ich das tue und studieren meine Art, zu schießen. Es stimmt natürlich, dass ein gut geschossener Elfer schwer zu halten ist, aber das wird eben immer schwieriger für mich. So ist das einfach im Fußball. Nur, wenn ich verschieße, geht es mir trotzdem schlecht. Es ist ein Glück, dass wir so viele Spiele haben, so bleibt keine Zeit, allzu viel darüber nachzudenken.”

“Es gibt mehr als Fußball auf der Welt”

Dass Messi heute ein anderer Mensch ist als in jungen Jahren, ist seinem Sohn zu verdanken: “Der Kleine hat mein Leben verändert, ich denke jetzt ganz anders über die Dinge. Erst kommt Tiago, dann alles andere. Er hat sogar die Art und Weise geändert, wie ich ein Fußballspiel betrachte. Wenn ich früher ein Spiel verloren oder etwas falsch gemacht habe, habe ich drei oder vier Tage lang mit keinem gesprochen. Jetzt verliere ich, fahre nach Hause und sehen meinen Sohn – und alles ist vergessen. Meine Wut bleibt, aber ich bin trotzdem ein anderer. Vater sein hat mir sehr geholfen, mich weiter zu entwickeln. Ich mache mich jetzt nicht mehr verrückt wegen des Fußballs. Es gibt im Leben auch noch andere Dinge.”