Mehr Rechte für Selbständige

Im Klartext heiβt das, für nur 30 Euro mehr im Monat neben der bisher üblichen Mindestrate von rund 240 Euro Sozialversicherungsbeitrag, haben die Selbständigen ab 2009 Anrecht auf Arbeitslosengeld. 

Speziell werden dabei diejenigen bedacht, die für einen einzigen Arbeitgeber arbeiten, aber eigenständig für ihre Sozialabgaben aufkommen müssen. Derzeit befinden sich zehn von 100 “Autónomos” in dieser Lage, die für die Arbeitgeber sehr praktisch ist, da sie enorme Kosten einsparen. Um dieses Kollektiv stärker zu schützen, müssen sich die betroffenen Firmen ab jetzt dazu verpflichten, einen Vertrag zu unterschreiben, der die Arbeitsbedingungen klar umschreibt. Zudem haben die Selbständigen, die 75% ihrer Einkünfte von einem einzigen Arbeitgeber beziehen, Recht auf mindestens 18 Werktage Urlaub pro Jahr und die freie Einteilung ihres Arbeitstages. 

Ein weiteres Problem ergibt sich bei Krankheit oder einem Unfall. “An dem Tag, an dem man nicht arbeiten kann, verdient man auch nichts”, ein Dilemma, das viele Freiberufler kennen. Mit dem neuen Gesetz sind die Selbständigen dazu verpflichtet, Abgaben für den Krankheitsfall zu zahlen (bisher war dieser Kostenaufwand freiwillig) und dementsprechend besser abgesichert. Unternehmer unter 30 Jahre zahlen weniger Sozialabgaben als ihre älteren Mitstreiter. Bei Frauen ist die Altersgrenze auf 35 festgesetzt. Auch der Mutterschaftsurlaub ist ab sofort für selbständige Mütter möglich.