Martina Hill besteigt fremde Männer auf Sat1: “Splitternackt ist nicht drin!”

Im Interview mit ‚tagesspiegel.de‘ sagte sie, man müsse bei Humor immer offen bleiben. Eine Grenze habe sie jedoch schon: „Splitternackt durchs Bild rennen“, grinste die Blondine und sagte weiter: „ansonsten, Humor hat für mich keine Grenzen. Bloß nicht verkopft sein und offen für Ideen bleiben, egal was da kommt. Ich sag dann schon stopp. Aber es gab keinen Anlass dazu. Oft passiert in der Fantasie viel mehr.“

Dann erzählt die Blondine vom Dreh der witzigen Episoden für ihre Show: „Es gibt einen Sketch, in dem ich eine Frau in einem sehr kurzen und tief ausgeschnittenen Kleid spiele, die einen fremden Mann besteigt und auf ihm herumkrabbelt, breitbeinig über seinem Gesicht hängt, weil sie etwas im Regal sucht. Als sie unter dem Sessel dann ihren Slip findet, wird erst klar, dass sie bei der ganzen eh schon peinlichen Action keinen anhatte. Ich liebe Kopfkino. Beim Drehen solcher Szenen schalte ich den Kopf aus“, lachte sie offen und es fällt ihr noch eine Szene ein, bei der sie besonders viel körperlichen Einsatz an den Tag legen musste: „Ich bin viel in Action. In einer Szene versuche ich zum Beispiel, ein Spannbettlaken über eine Matratze zu ziehen, am Ende artet das in einen Kampf zwischen mir und dem viel zu kleinen Stück Stoff aus. Da bin ich ganz schön ins Schwitzen gekommen. Wortlose Sketche dieser Art gibt es viele, und dabei bin ich immer ohne Perücken, aufwendige Kostüme oder geklebte Maskenteile unterwegs „, verriet der TV-Star vorab.

Martina Hill feierte zuletzt Erfolge mit der Serie ‚Switch Reloaded‘, in der sie vor allem berühmte Persönlichkeiten imitierte und parodierte. In der neuen Sendung stellt sie hingegen Frauen aus dem Alltag vor. Ob das nun einfacher oder schwieriger war, kann die Blondine so genau nicht sagen: „In beiden Formaten fällt’s mir mal leichter und mal schwerer, aber die Rollenerarbeitung kann man eigentlich gar nicht miteinander vergleichen. Die ist beim Parodieren allein schon in der Vorbereitung viel intensiver. Dabei orientiere ich mich nur an Originalen. Bei ‚Knallerfrauen‘ sind die Figuren fiktiv, sie ergeben sich meistens aus der Situation heraus, da fließt auch ganz viel von der echten Hill mit ein“, berichtete sie und hat keine Angst vor den Kritiken: „Es wäre kontraproduktiv und anstrengend, wenn ich mit Kritik nicht umgehen könnte. Wenn’s um meine eigenen Texte ging, war ich natürlich auf die Reaktionen gespannt und dankbar für jede Idee, aber nie beratungsresistent“, beteuerte die TV-Komödiantin.

Am Freitag startet ‚Knallerfrauen‘ von und mit Martina Hill um 23:15 Uhr bei ‚Sat 1′.