Die Psychologin Blanca Vázquez hat sich mit dem Profil von Miguel beschäftigt: 

"Wir haben es mit einer starken Destrukturierung zu tun. Miguel hatte mehrere Beziehungen gleichzeitig und kam aus einer zerstörten Familie. 

Seine Mutter ist gestorben und sein Stiefvater hatte Probleme. Miguel verbrachte seine Pupertät im Heim. Er war zwar nicht vorbestraft, aber Aggressivität spielte in seinem Leben eine Rolle. Er setzte sie stets dann ein, wenn er etwas erreichen wollte oder Konflikte lösen musste."

Zwar sprach die Mutter von Miguels aktueller Freundin stets von einem “netten und korrekten jungen Bengel, der niemals laut wurde”. Aber auch Rocío bestätigt, Miguel sei extrem eifersüchtig gewesen. 

Blanca Vázquez beobachtet, dass “machohaftes Benehmen” gerade unter jungen Leuten wieder zunimmt. “Bei vielen Jugendlichen kommt die Anti-Macho Botschaft überhaupt nicht an. Auch die Gewalt in der Gruppe wird heruntergespielt, wenn nicht sogar toleriert.” 

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Die Psychologin erklärt, das Problem beginne bereits in den Schulen, wo Gewalt nicht so ernst genommen wird, wie es eigentlich notwendig wäre. “Die Erwachsenen wissen offenbar gar nicht, wie gefährlich das werden kann”. 

“Wenn jemand einen Menschen tötet führen selbstverständlich noch andere Probleme zu der Tat. Dennoch spielen die Gewaltfaktoren eine Rolle. Sie sind bereits selbstverständlich.” erklärt Vázquez. 

“Gewalt ist für viele Menschen immer noch normal und sogar der Ausdruck für Männlichkeit. In allen sozialen Schichten findet man aggressive Jugendliche. Solange sie jedoch aus einer strukturierten Familie kommen, werden sie in der Regel nicht zum Mörder. 

Wer jedoch keinen familiären Halt im Hintergrund hat, sich praktisch allein auf dieser Welt fühlt und keine Ambitionen für die Zukunft hat, kann in einer brenzligen Situationen extrem reagieren. Dann ist der Schritt vom Schlagen zum Töten winzig klein.”

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