Mari Luz’ Vater: “Kindermörder sollen lebenslang hinter Gitter”

Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba hat heute einen Termin mit den Eltern der kleinen Mari Luz. Die Fünfjährige wurde im Januar von einem Päderasten in Huelva ermordet. 

Härtere Haftstrafen für Päderasten und Mörder gefordert

Bereits am 26. Mai hatte ihr Vater Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero getroffen und ihn um eine Änderung im Strafgesetzbuch gebeten. 

Die Familie des Kindes hat seit Januar über 4.000 Kilometer quer durch Spanien zurückgelegt, um Unterschriften zugunsten einer lebenslangen Haftstrafe von Mördern kleiner Kinder zu fordern. Päderasten sollten zudem unter ständiger Kontroll stehen, sobald sie ihre Haftstrafe verbüβt haben und wieder auf freien Fuβ kommen.

Die spanische Regierung arbeitet derzeit an der Ausarbeitung eines neuen Gesetzes, das strengere Haftstrafen für Sexualmörder und Vergewaltiger von Minderjährigen vorsieht. 

Der Mörder von Mari Luz – ein Wiederholungstäter

Derweil fordert die Staatsanwaltschaft von Sevilla für den mutmaβlichen Mörder von Mari Luz, Santiago del Valle, eine dreijährige Haftstrafe in einem weiteren Fall. Del Valle soll bereits im Dezember 2006 eine Vierjährige missbraucht haben und wurde dabei von einer Nachbarin beobachtet.

Zurzeit befindet sich der Kinderschänder in einem Gefängnis bei Granada, wo er eine knapp fünfjährige Haftstrafe absitzt. Der klassische Wiederholungstäter hatte seine fünfjährige Tochter und ein weiteres neunjähriges Mädchen sexuell missbraucht. 

Die spanische Justiz hatte geschlafen – Mari Luz könnte heute noch am Leben sein

Eine unglückliche Verkettung von juristischen Fehlentscheidungen hatte es Santiago del Valle ermöglicht, keine der Haftstrafen, die ihm auferlegt worden waren, antreten zu müssen. Aus diesem Grund war es ihm möglich gewesen, die kleine Mari Luz zu entführen, zu missbrauchen und anschlieβend zu ermorden.