Mallorca: Zweifacher Kindermörder will heim nach Deutschland

Wie die Zeitung „Diario de Mallorca“ unter Berufung auf Justizkreise auf der spanischen Ferieninsel berichtete, hatte der Mediziner sein Gesuch an das Madrider Justizministerium damit begründet, dass er seinen Familienangehörigen näher sein wolle.

Der aus Breisach in Baden-Württemberg stammende Röntgenarzt hatte im September 1996 während eines Mallorca-Urlaubs seine achtjährige Tochter und den sechs Jahre alten Sohn in einem Ferienappartement mit Giftspritzen getötet.

Als Motiv gab er an, er habe verhindern wollen, dass die Kinder zu seiner Ex-Frau zurückkehrten, der das Sorgerecht zugesprochen worden war. Ein Gericht in Palma verurteilte ihn im Juni 1998 zu 34 Jahren Haft.

Nach spanischem Recht muss der Deutsche maximal 20 Jahre seiner Haftstrafe verbüßen. Davon hat er mit Untersuchungshaft gut 13 Jahre abgesessen.

Die spanische Justiz hat nach Angaben der Zeitung grundsätzlich nichts gegen die Verlegung von Strafgefangenen in deren Heimatländer. Es müsse aber sichergestellt sein, dass das jeweilige Land das spanische Urteil respektiere, hieß es.

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