Mallorca: Fähre brennt, Umweltkatastrophe droht, 900 Studenten sitzen fest! “752 Tonnen Diesel an Bord”

Ein Passagier erklärte nach der Aktion atemlos: “Das habe ich noch nie erlebt, ich dachte, wir kämen nicht mehr von dem Schiff herunter.” Dort brannte es lichterloh.

Die Betreibergesellschaft Trasmediterranea hat für alle Passagiere in Palma Hotels zur Verfügng gestellt. Nach ersten Informationen waren neben Spaniern, Chinesen und Australiern auch Deutsche unter den Passagieren. Das erste Statment der Verantwortlichen: “Das wichtigste ist jezt, dass alle Passagiere in Sicherheit sind.” Gegen 21 Uhr am Abend trafen die Geretteten auf Mallorca ein.

Mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus

Die Fähre “Puglia” hatte ihre vorgesehene Fahrt von Ibiza nach Barcelona unterbrochen, um die Passagiere an Bord zu nehmen. Der Brand war rund 18 Meilen von der kleinen Insel Dragonera ausgebrochen, etwa 60 Kilometer vor der westlichen Küste Mallorcas. Vier Besatzungsmitglieder erlitten Rauchvergiftungen, sie waren mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht worden.

Warum das riesige Feuer rund zwei Stunden nach dem Ablegen aus dem Hafen von Palma ausbrach, ist noch unbekannt – offizielle Statements an die Presse sind auch am Mittwoch noch Mangelware. Das Feuer brach nach Augenzeugenberichten auf dem Parkdeck aus, danach waren die Flammen meilenweit zu sehen. Der Rauch hüllte phasenweise das komplette Schiff zu, das der italienischen Reederei Grimaldi Lines gehört und an die spanischen Betreiber ausgeliehen wurde.

Studenten auf dem Weg nach Ibiza

Die Besatzung hatte das Schiff am Dienstagabend bereits aufgegeben und komplett verlassen. Wegen der Dimensionen des Feuers wird es nicht für unwahrschlich gehalten, dass die Sorrento sinken wird.

Wie die rund 900 Erasmus-Studenten weiter befördert werden, die wegen der Havarie in Valencia festsaßen, klärte sich am Mittwoch. Anstatt mit der sinkenden Sorrento wie geplant noch in der Nacht nach Ibiza zu reisen, konnten 600 von ihnen am Mittwoch auf ein Schiff nach Mallorca steigen, das unplanmäßig in Ibiza halten wird. Die restlichen 300 wurden mit dem Bus nach Denia gebracht, von wo aus eine Fähre direkt nach Ibiza fährt.

752 Tonnen Diesel an Bord

Die Fähre hatte nach Angaben der Zeitung “El Mundo” 752 Tonnen Schiffsdiesel an Bord. Geht das Schiff unter, droht Mallorca nur wenige Wochen vor der kommenden Badesaison eine Umweltkatastrophe.