Magdalena Alvarez: Justiz verlangt 29,6 Millionen Bürgschaft! “Illegales System zur Vergabe von Subventionen”

Die spanische Justiz hat von der Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank (EIB), Magdalena Alvarez, wegen des Verdachts der Verwicklung in einen Finanzskandal eine Bürgschaft von 29,6 Millionen Euro verlangt. Die spanische Politikerin stehe im Verdacht, als Wirtschaftsministerin der Region Andalusien zusammen mit mehreren Komplizen ein illegales System zur Vergabe von Subventionen geschaffen zu habe, betonte die Ermittlungsrichterin Mercedes Ayala am Mittwoch in Sevilla in einer Verfügung.

Alvarez stehe im Verdacht des Amtsmissbrauchs und der Veruntreuung. Die Bürgschaft solle sicherstellen, dass im Falle eines Schuldspruchs die veruntreuten Gelder an die Staatskasse zurückgezahlt werden könnten. Die Sozialistin war von 1994 bis 2004 Ministerin in Andalusien.

Die südspanische Region hatte 2001 einen Fonds geschaffen, um Firmen und Beschäftigten bei Massenentlassungen Hilfe zu gewähren. Aus diesem Fonds sollen Millionensummen zweckentfremdet oder unterschlagen worden sein. Alvarez weist die Vorwürfe zurück.