Maddie: Phantom-Mann verteidigt sich mit Schießgewehr

Die englische Zeitung Daily Mail spürte ihn auf seinem Bauernhof rund vier Kilometer von Praia da Luz entfernt auf, wo er inmitten von Schweinen und kläffenden Hunden um sich schimpfte und die ungebetenen Besucher mit einer vorgehaltenen Flinte verjagte.

Die Polizei bestätigte, dass sie den Portugiesen, der auf dem Hof mit seiner englischen Frau und deren drei Jahre alten Tochter lebt, bereits im Mai verhört und für unschuldig befunden habe. Jetzt wurde er noch einmal vernommen, mit dem gleichen Ergebnis.

Joaquim Marques sammelte für ein Waisenhaus – das machte ihn verdächtig

Die ganze Aufregung also umsonst? Die portugiesische Polizei hielt die neuesten Phantombilder ohnehin für ein „Ablenkungsmanöver“ von Maddies Eltern Gerry und Kate McCann. Sie favorisiert immer noch die Version, wonach diese am Verschwinden Maddies beteiligt sind und mit ihrer aufwändigen Suche nach Maddie davon ablenken wollen.

Der Portugiese auf dem jüngsten Fahndungsfoto heißt Joaquim Jose Marques und hat den Hof an der Algarve gekauft, um seine Ruhe zu haben, wie er sagt. Einigen englischen Touristen schien dieses Verhalten verdächtig, sie schwärzten den Mann bei der Polizei an.

Angeblich habe er furchterregend ausgesehen und einige Tage vor Maddies Verschwinden am 3. Mai 2007 in der Ferienanlage von Praia da Luz Geld für ein Waisenhaus gesammelt.

Für ein Interview mit der Daily Mail stand er nicht zur Verfügung, er wolle seine Ruhe haben, sagte er. Das Phantombild des Mannes war von Spezialisten des FBI angefertigt und rund um die Welt geschickt worden.