Maddie: DNA-Analyse offenbar günstig für die McCanns

Kommen die McCanns ungeschoren davon? Scheinbar reichen die DNA-Analysen in England nicht für eine Anklage gegen Maddies Eltern aus. Dies zeichnet sich beim Treffen der portugiesischen Polizei mit Gerichtsmedizinern im britischen Birmingham ab.

Die Zeitung Daily Mail berichtet, dass Polizei und Ärzte einen Tag lang die Ergebnisse der DNA-Untersuchungen diskutiert haben, das Ergebnis ist ernüchternd: Die Proben geben keine klaren Aufschlüsse über den oder die Täter.  Jedenfalls keine, die vor Gericht standhalten würden.

McCann-Sprecher Mitchell: „Es ist genug jetzt“

Die Forensiker aus Birmingham erklärte allerdings auch, dass ihre Tests noch nicht abgeschlossen seien. Das Anwälte-Team von Kate und Gerry McCann forderte dennoch, Maddies Eltern von der Liste der Verdächtigen zu streichen.

McCann-Sprecher Clarence Mitchell sagte: „Jetzt ist es genug. Es gibt einfach nichts, was Kate und Gerry belasten könnte, denn sie sind unschuldig. Wir hoffen, dass das nun allen klar geworden ist.“

Allerdings: Nach den DNA-Analysen sind scheinbar auch keine anderen dringenden Tatverdächtigen in Sicht.

Englisches Labor „weltweit führend“

Die DNA-Proben bestanden aus Blutspuren, Körperflüssigkeit und Haaren, die im Apartment der McCanns in Praia da Luz sowie in ihrem Leihwagen gefunden wurden, den sie 25 Tage nach Maddies Verschwinden am 3. Mai gemietet hatten.

Die portugiesischen Spezialisten hatten schon früher die Proben als wertlos eingestuft. Um britischen Ansprüchen zu genügen, wurden die DNA-Analysen in England vorgenommen. Das Institut in Birmingham ist nach eigenen Angaben „weltweit führend“.