Maddie auf EU-Gipfel, Mutter Kate hat Visionen

Premierminister Brown machte Druck, damit die portugiesische Polizei „alles tut, um den Fall zu lösen, und eng mit der britischen Polizei zusammenarbeitet“. Seit längerer Zeit schon sind die Briten der Meinung, dass die portugiesischen Beamten nicht gut genug in dem Fall ermitteln.

Brown wird von Maddies Eltern ständig auf dem Laufenden gehalten, der Premierminister steht unter großem öffentlichen Erwartungsdruck – obwohl die Front der Sympathisanten für Maddies Eltern ständig bröckelt. Wohl auch deshalb haben diese nun ihre Suchanzeigen in den englischen Zeitungen wieder großformatig geschaltet – zuletzt war der Eindruck entstanden, als würden die Eltern die vielen Spendengelder, die sie weltweit einsammeln, vor allem für ihr erstklassiges Anwälte-Team ausgeben, um ihre eigene Verteidigung vorzubereiten.

Gleichwohl spricht die Statistik immer noch gegen Maddies Eltern. Demnach werden rund 85 Prozent aller verschwundenen Kinder von den eigenen Eltern oder Verwandten getötet, nur fünf Prozent fallen Fremden zum Opfer. Auch gegen die McCanns sprechen einige Indizien, aber konkrete Beweise gibt es nicht. Das ließ nun auch die portugiesische Polizei verlauten, obwohl die McCanns immer noch offiziell zu den Verdächtigen gezählt werden – wohl auch in Ermangelung anderer Tatverdächtiger.

Kate McCanns Mutter erzählte unterdessen der Zeitung Daily Mail, dass ihre Tochter in jüngster Zeit nächtliche Visionen von Maddie hätte. Ihr zeitweise schlechtes Aussehen habe ihr Sorgen gemacht, so Maddies Großmutter. Auf die Frage, ob die Zwillinge derzeit schlecht schlafen würden und sie wach halten, habe Kate geantwortet: „Nein, aber mir erscheint jetzt öfter Madeleine und spricht zu mir.“