Maddie: Agentur bietet Doppelgängerinnen für Film an

Nachdem bekannt wurde, dass die Eltern der verschwundenen Madeleine McCann ernsthaft über ein Filmprojekt nachdenken, hat sich bereits eine Agentur gemeldet, die Mädchen mit dem Aussehen Maddies anbieten.

Agenturbesitzerin Shona Juliet-Adams sagte der Daily Mail, eine ihrer Schützlinge, eine kleine Amerikanerin, würde ohnehin dauernd mit Maddie verwechselt, sie sei der verschwundenen Vierjährigen wie aus dem Gesicht geschnitten – auch die Eltern seien von der Idee begeistert, dass ihre Tochter bald Maddie darstellen könnte.

McCann-Sprecher Mitchell: „Eine ekelhafte Art, aus dem Verschwinden Maddies Geld zu machen.“

Eine halbstündige Foto-Session mit dem Mädchen soll rund 500 Euro kosten. Die Agentur befindet sich in London. Im Programm befinden sich auch Doppelgänger von Queen Elizabeth, Elvis Presley und Harry Potter. Sollte tatsächlich ein Film gedreht werden, rechnet Juliet-Adams mit einer Millionen-Gage für die Maddie-Darstellerin.

Nach den Worten von Juliet-Adams wäre die Maddie-Rolle eine „tolle Chance“ für jedes Kind, ins Filmgeschäft einzusteigen. „Wir haben uns erst zurückgehalten mit unseren Doppelgängerinnen, aber jetzt, wo die McCanns über einen Film nachdenken, ist das Thema wohl nicht mehr so heikel“, meinte sie. Und: „Ich tue nur meine Arbeit.“

Die Mutter der besten Maddie-Doppelgängerin mit Namen Kris Pfister hätte das Foto ihrer Tochter aus USA an ihre Agentur geschickt. Wie die Mutter berichtet, hat sie sich bereits mit ihrer Tochter über die kommende Rolle auseinandergesetzt. Angeblich habe das Kind gesagt: „Mommy, ich könnte doch Madeleine spielen.“

Metodo 3 steht kurz vor der Kündigung

Clarence Mitchell, der Sprecher der McCanns kommentierte: „Die ist eine ekelhafte Art, aus dem Verschwinden Madeleines Geld zu machen. Ich möchte der Mutter empfehlen darüber nachzudenken, was sie damit den McCanns antut.“ Kate und Gerry McCann seien „bestürzt“ über diese „skandalöse“ Entwicklung ihrer Idee, mit einem Film Geld für die Suche nach Maddie aufzutreiben.

Unterdessen denken die McCanns offenbar darüber nach, der spanischen Detektei Metodo 3 zu kündigen. Der Vertrag läuft im März aus, bislang konnte die Agentur Maddie noch nicht finden, obwohl zwischenzeitlich so getan wurde, als sei der Fall so gut wie abgeschlossen. Laut Daily Mail zahlen die McCanns rund 80.000 Euro monatlich an Metodo 3. Die Suche nach Maddie solle aber auf jeden Fall fortgesetzt werden.