Love Parade: Zwei spanische Studentinnen tot

Seit Sonntag nachmittag steht fest: Bei der Massenpanik während der Loveparade in Duisburg sind auch zwei junge Spanierinnen ums Leben gekommen.

Sie heißen Clara Zapater und Marta Acosta, beide kamen aus Tarragona. Es handle sich um Studentinnen, teilte am Sonntag das Außenministerium in Madrid mit.

Ob die beiden in Deutschland lebten oder dort zu Besuch waren, stand zunächst nicht fest. Zudem seien vier Spanier verletzt worden.

Die Zeitung El País meint: "Der Tunneleingang wurde zur Todesfalle. Eine Feier dieser Größenordnung ist für eine Stadt mit weniger als einer halben Million Einwohnern wie Duisburg eine organisatorische Herausforderung. Der Ansturm war doppelt so groß wie die Einwohnerzahl."

Unter den Verletzten sind auch drei Spanier, wie das spanische Konsulat mitteilt. Ihre Identität wird geheim gehalten.

Das Drama nahm am Samstagmittag seinen Lauf – das tödliche Nadelöhr war der Tunnel: Hunderttausende hatten sich auf den Weg zum alten Güterbahnhof gemacht.

Sie wurden aus zwei Richtung dorthin geleitet, die Massen trafen zwischen zwei Tunneln aufeinander, wo ein gepflasterter Weg zum Güterbahnhof hinaufführt. Nach Zeugenaussagen entstand dort eine unerträgliche Enge.

Menschen versuchten, eine Mauer und eine Treppe hinaufzuklettern. Als einige von ihnen aus mehreren Metern Höhe in die Menschenmasse unter ihnen stürzten, brach nach Polizeiangaben Panik aus.(SAZ, dpa; Foto: TVE)

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