Love Parade: Tote Clara und Marta studierten in Münster

Die beiden Mädchen aus Tarragona, 22 und 21 Jahre alt, waren am Samstag bei der "Love Parade" zu Tode getrampelt worden.

Sie nahmen am Erasmus-Progrmam teil, studierten in Münster und wollten ihr akademisches Jahr mit der Feier in Duisburg krönen. Insgesamt starben dort 19 junge Menschen, 350 wurden verletzt.

Zusammen mit 30 anderen Spanier wollten sie zum Abschluss ihrer Studien in Duisburg feiern.

Die Zeitung El País meint: "Der Tunneleingang wurde zur Todesfalle. Eine Feier dieser Größenordnung ist für eine Stadt mit weniger als einer halben Million Einwohnern wie Duisburg eine organisatorische Herausforderung. Der Ansturm war doppelt so groß wie die Einwohnerzahl."

Unter den Verletzten sind auch drei Spanier, wie das spanische Konsulat mitteilt. Ihre Identität wird geheim gehalten.

Das Drama nahm am Samstagmittag seinen Lauf – das tödliche Nadelöhr war der Tunnel: Hunderttausende hatten sich auf den Weg zum alten Güterbahnhof gemacht.

Sie wurden aus zwei Richtung dorthin geleitet, die Massen trafen zwischen zwei Tunneln aufeinander, wo ein gepflasterter Weg zum Güterbahnhof hinaufführt. Nach Zeugenaussagen entstand dort eine unerträgliche Enge.

Menschen versuchten, eine Mauer und eine Treppe hinaufzuklettern. Als einige von ihnen aus mehreren Metern Höhe in die Menschenmasse unter ihnen stürzten, brach nach Polizeiangaben Panik aus.(SAZ, dpa; Foto: SAZ)

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