Lossy vs. Lossless – ist der Unterschied zwischen MP3 und FLAC hörbar?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Lossy- und Lossless-Dateien. Zu den Ersteren gehören die bekannten Veteranen MP3 und AAC. Die MP3 hat sich dabei weltweit am erfolgreichsten durchgesetzt. Jeder Musikplayer kann das Format abspielen, jeder Konverter kann in MP3 konvertieren. AAC dagegen wird in erster Linie von Apple unterstützt und über den iTunes Store vertrieben. Eigenen Angaben zufolge ist AAC MP3 in vielen Dingen überlegen, ist allerdings weniger weit verbreitet, weil es nur von wenigen Geräten unterstützt wird.

Lossy-Codecs

Das Problem der Lossy-Codecs ist, dass sie vom menschlichen Ohr nicht hörbare Tonsignale wegschneiden. Laut den Entwicklern ist genau das der Vorteil der Codecs. Musikdateien werden um bis zu 90 Prozent kleiner. Viele Menschen können allerdings einen Unterschied zwischen einer MP3 und der Originaldatei hören. Das größte Manko dieser Konvertierung ist, dass die Wiederherstellung einer MP3 in die Originaldatei nicht möglich ist.

Lossless-Codecs

Zu den bekanntesten Lossless-Formaten gehören FLAC und ALAC. Ersteres ist ein freier und beliebter Codec. Letzterer ist ein von Apple entwickeltes Format. Der Vorteil dieser Codecs: Sie arbeiten ähnlich wie WinZip und komprimieren Musikdateien, ohne dabei jegliche Daten wegzuschneiden. Gleichzeitig reduzieren sie die Größe einer Musikdatei um etwa 40 bis 60 Prozent. Der Vorteil der Codecs im Vergleich zu MP3 und Co. ist, dass die Wiederherstellung in eine unkomprimierte WAV-Datei problemlos möglich ist.

Trotz der zahlreichen Vorteile der Lossless-Formate nutzen die meisten Menschen nach wie vor Codecs wie MP3 und AAC. Ein Grund dafür ist der schnelle und unkomplizierte Kauf und Download von verschiedenen Portalen, aber auch die Tatsache, dass viele Musiktitel auf portable Musikplayer passen. Audiophiles dagegen können auf FLAC und Co. nicht verzichten.

Quelle: www.eartastic.de