Allein in der am stärksten getroffenen Stadt Lorca sind nach Angaben der örtlichen Behörden rund 80 Prozent der Gebäude beschädigt, über 20.000 Einwohner verbrachten die Nacht im Freien, immer wieder schreckten sie Nachbeben auf.

Die Regierung in Madrid versprach schnelle Hilfe, doch in Murcia wurde auch zunehmend Kritik laut, weil die Gebäude trotz der Gefährdung augenscheinlich nicht erdbebensicher waren.

„Am Mittwoch haben wir noch Gott gedankt, dass wir überlebt haben. Doch nun stehen wir von den Resten unseres Hauses und wissen nicht mehr weiter“, beklagte ein älteres Ehepaar in Lorca.

Das schwerste Erdbeben in Spanien seit 55 Jahren brachte dort mehrere Gebäude komplett zum Einsturz und begrub zahlreiche Autos unter den Trümmern. Auch der Glockenturm der San-Diego-Kirche stürzte in sich zusammen.

Die Todesopfer, darunter ein 14-Jähriger sowie zwei Schwangere, starben durch herabfallende Gebäudeteile.