Lloret de Mar: Mutter tötete aus Angst, Selbstmord gescheitert

Nach dem rätselhaften Tod von zwei britischen Kindern in einem spanischen Urlaubsort sind neue Details bekanntgeworden.

Die Mutter der beiden fünf Jahre und elf Monate alten Geschwister habe nach der Festnahme ihres Mannes wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch gefürchtet, das Sorgerecht zu verlieren, berichtete die spanische Zeitung "El Mundo". Sie habe nach deren Ermordung versucht, sich umzubringen.

Die 43-Jährige war am Dienstag unter Mordverdacht festgenommen worden, nachdem die beiden Kinder in einem Hotelzimmer in dem Badeort Lloret de Mar tot aufgefunden worden waren.

In einer Art Abschiedsbrief habe die Britin die Tötung ihrer Kinder mit der Angst um das Sorgerecht begründet, berichtete die Zeitung am Donnerstagabend auf ihrer Website. Ihr Selbstmordversuch sei aber gescheitert. Die Frau bat letztlich die Rezeption des Vier-Sterne-Hotels, einen Krankenwagen zu rufen. Wie sich die Frau das Leben nehmen wollte, blieb unklar.

Am selben Tag wurde der zwei Jahre ältere Ehemann der Britin von Spanien an Großbritannien ausgeliefert, weil er Minderjährige sexuell missbraucht haben soll. Er war bereits am 6. Mai wegen der Vorwürfe festgenommen worden.

Dem Vater von mindestens einem der beiden toten Kinder werden nach britischen Angaben 13 Sexualdelikte zur Last gelegt, darunter die Vergewaltigung eines Mädchens.

Die Polizei äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht. Ermittler brachten die Frau am Donnerstag zurück in ihre Wohnung in Barcelona, wo sie offenbar mit ihren Kindern und ihrem Mann gelebt hatte.

Die Frau, die in Großbritannien seit Dezember 2007 als vermisst galt und seitdem in Spanien gelebt haben soll, sollte am Freitag nach der Veröffentlichung des Autopsieberichts vor Gericht erscheinen.

Spanischen Medienberichten zufolge wurden die beiden Kinder offenbar erstickt. Die Obduktion kam demnach zu dem Schluss, dass das Mädchen und der Junge nicht missbraucht wurden.

Vor dem Rathaus in Lloret de Mar legten rund 100 Menschen am Donnerstag eine Schweigeminute für die Kinder ein. (AFP, SAZ)

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