LKW-Streik hat Konsequenzen: Preise explodieren

Zuerst hatte der LKW-Streik dafür gesorgt, dass Lebensmittel, Sprit, Arzneimittel und die Zigaretten knapp werden. Supermärkte wurden geradezu “geplündert”, bis zu 80 Prozent der spanischen Tankstellen durften mangels Benzin schlieβen. 

Noch nie haben sich die Spanier beim Anblick eines Tankwagens vor einer Tankstelle derartig gefreut, wie man es am Freitag erleben konnte. 

Endlich gab es wieder Benzin, die Autoschlangen waren bis zu hundert Meter lang.

Jetzt kündigt sich allerdings das nächste Dilemma an: Mittlerweile hat sich die Lage zwar weitestgehend normalisiert, nun aber explodieren die Preise. 

Lebensmittel haben sich auf den Groβmärkten wie Mercamadrid bis zu 18 Prozent verteuert. Das gilt insbesondere für Fisch, Fleisch und Gemüse.

Bis zum Freitag waren die Supermärkte nur zur Hälfte “wieder aufgefüllt”. Vielerorts fehlte nach wie vor Salat, Gemüse oder beispielsweise Geflügelprodukte. Doch bereits ab Montag darf man mit vollständig gefüllten Kühlfächern rechnen. 

Die Polizei gab tausenden LKWs Geleitschutz und hob das am Wochenende geltende Fahrverbot für Lastwagen auf. 

Die Madrider Regierung hat inzwischen ein Hilfspaket mit einem Groβteil der Brummifahrer ausgehandelt, das 80 Millionen Euro Unterstützung beinhaltet. Viele Erleichterungen werden zudem in Form von Steuererleichterungen geschaffen.

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