Letzte SMS aus Todesflieger: “Wir dürfen nicht aussteigen”

In seiner letzten SMS an seinen Sohn beschrieb der bei dem Unglück getötete Rubén Santana, wie die Besatzung besorgten Passagieren offenbar den Ausstieg aus dem Flugzeug verweigert hatte. 

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Der Pilot wollte nicht starten

Gegenüber dem Radiosender SER berichtete Donovan, seine Mutter hätte den Vater zum Aussteig gedrängt, nachdem sie von den technischen Problemen und der Verspätung erfahren hatte. 

Ruben Santana versuchte es, ohne Erfolg. “Er sagte, der linke Motor sei nicht in Ordnung, das habe der Pilot erklärt. Der Pilot wollte noch nicht starten, alle sollen sitzenbleiben”, erläuterte dessen Sohn.

Die Maschine war nach Angaben von Spanair vor dem Start wegen eines überhitzten Luftschachts unter dem Cockpit zum Gate zurückgekehrt. Diese Panne wurde nach Angaben der Fluggesellschaft behoben.

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Nur wenige Minuten nach der letzten SMS-Nachricht zerschellte das mittlerweile gestartete Flugzeug am Boden und riss 153 Menschen in den Tod. “Ich kann es noch immer nicht fassen”, erklärte der junge Donovan verzweifelt der Zeitung “El País”.

"Wenigstens ist mein Vater nicht entstellt"

Die Familie von Donovan Rubén Santana stammt von den Kanarischen Inseln, lebt aber bereits seit acht Jahren in Madrid. Der Körper des 45 jahre alten Vaters wurde bereits identifiziert. “Wenigstens sagen sie, mein Vater sei nicht entstellt gewesen”. Ein schwacher Trost für Donovan und seine Familie.

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