Letizia spindeldürr, Iñaki vor Gericht, Juan Carlos lädiert: Spaniens Monarchie wackelt

Fakt ist: Spaniens Monarchie gibt derzeit ein klägliches Bild ab, kaum ein Tag vergeht ohne negative Schlagzeilen.

Vor allem die Ermittlungen der Justiz gegen den Schwiegersohn des Monarchen drohen einen dunklen Schatten auf das Ansehen des Königshauses zu werfen.

Alles deutet darauf hin, dass Iñaki Urdangarín, Ehemann der Königstochter Cristina, wegen seiner angeblichen Verwicklung in illegale Geschäfte Anfang kommenden Jahres von den Ermittlern zum «Beschuldigten» erklärt und zu Vernehmungen vorgeladen wird. Dies wäre der erste Schritt zu einer Anklageerhebung.

Ein Mitglied des Königshauses auf der Anklagebank – dies wäre ein schwerer Schlag für das Image der Monarchie. Deren Popularität ist ohnehin gesunken. Nach einer Umfrage des staatlichen Instituts CIS steht das Königshaus, einst die angesehenste Institution des Landes, in der Vertrauensskala nur noch auf dem dritten Rang, hinter der Armee und den Medien.

Der Zarzuela-Palast hüllt sich zu den Vorwürfen gegen den 43-jährigen Urdangarín, der einst ein erfolgreicher Handball-Profi war, in Schweigen. Umso intensiver wird in der Presse darüber spekuliert, wie das Königshaus den Image-Schaden in Grenzen halten könnte. Die Infantin Cristina (46), die in der Thronfolge auf dem siebten Rang steht, könnte bei einer Erhärtung der Vorwürfe gegen ihren Mann auf ihre Privilegien als Mitglied der königlichen Familie verzichten, berichtete die Zeitung «El País».