Legendärer Regisseur Berlanga tot: “Er litt an Alzheimer”

Er litt seit längerem an Alzheimer, teilte seine Familie mit.

García Berlanga war einer der bedeutendsten Filmschaffenden des Landes und galt als großer Erneuerer des spanischen Kinos. Zu seinen Werken zählt der Klassiker "Willkommen Mr. Marshall" (1952), eine böse Satire auf ein Spanien, das vom Geld des amerikanischen Marshall-Plans träumte. Er war 1986 auch einer der Mitbegründer der Spanischen Filmakademie.

Der vielfach ausgezeichnete Regisseur stammte aus Valencia. Während des Spanischen Bürgerkrieges (1936-1939) unterbrach er sein Jura- und Philosophie-Studium, um auf der Seite der Republikaner gegen die Truppen des späteren Diktators Francisco Franco zu kämpfen.

Angesichts der Repressalien gegen seine Familie schloss sich García Berlanga jedoch 1941 der Blauen Division an und zog an der Seite der deutschen Wehrmacht in den Krieg gegen die Sowjetunion.

Mit viel schwarzem Humor machte sich García Berlanga in vielen seiner Filme über das Spanien der Franco-Diktatur (1939-1975) lustig. Dank der geschickten Dialoge verstand er es, die Zensur trotz der beißenden Kritik in seinen Werken zu umgehen.

Vor zehn Jahren zog sich Berlanga aus dem Filmgeschäft zurück. Zuletzt war er im Mai in Madrid bei der Eröffnung eines nach ihm benannten Kinos zu sehen. Damals saß er bereits im Rollstuhl und konnte kaum noch sprechen. (SAZ, dpa; Foto: www.quedepeliculas.com)

ALLE TORE und TABELLEN: Spanische Liga Live

SAZ-FOREN: Sagen Sie Ihre Meinung!