Leere Zapfsäulen in Spanien. Ende des LKW-Streiks in Sicht?

Die spanische Regierung hat ein Ende des Streiks der LKW-Fahrer des Landes in Aussicht gestellt. 

Es sei bereits eine Einigung mit nicht streikenden Gewerkschaften erzielt worden, verkündete Transportministerin Magdalena Alvarez am späten Dienstagabend in Madrid. 

Diese Einigung solle am Mittwoch den beiden Gewerkschaften vorgelegt werden, die zum Streik aufgerufen hatten. 

"Wir hoffen, dass diese beiden Organisationen den Vertrag unterzeichnen werden, um eine Situation zu beenden, die die Spanier nicht verdient haben", sagte Alvarez. Ihr zufolge wurde die Einigung mit Gewerkschaften erzielt, die zusammen 82 Prozent der Branche vertreten.

Die Lastwagenfahrer in Spanien aber auch im benachbarten Portugal streiken seit Montag gegen überhöhte Treibstoffpreise. Sie haben damit ein Verkehrschaos ausgelöst und unter anderem die Versorgung Madrids mit Fleisch, Fisch und Früchten fast völlig zum Erliegen gebracht. 

Bei den Streikaktionen kamen am Dienstag zwei Fahrer zu Tode. Ein portugiesischer Lkw-Fahrer wurde nach Augenzeugenberichten an einem Streikposten nördlich von Lissabon von einem Lastwagen erfasst und überrollt. 

In Granada in Südspanien wurde nach Polizeiangaben ein weiterer Fahrer von einem Transporter an einem Streikposten vor einem Supermarkt überrollt. 

Leere Supermärkte, geschlossene Tankstellen

Am heutigen Mittwoch sind bereits zahlreiche kleinere Städte in Spanien völlig unterversorgt. Die Zapfsäulen sind leer, die Tankstellen abgesperrt. Wenn man Glück habt, gibt es hier und da noch "ein paar Tropfen" Super, man muss solche Tankstellen aber erst finden. 

Selbst in Supermärkten wie Lidl und Aldi werden die Kunden heute mit gähnender Leere empfangen. Obst, Gemüse, Brot und Tiefkühlprodukte sind praktisch ausverkauft. Die Menschen nehmen mit, was in den Kühlschrank passt.