Baierbrunn (ots) –

Ähnlich wie bei der Ärzteschaft schaffen es die wenigsten Frauen in Spitzenpositionen in Apothekerverbänden, obwohl die Mehrheit der Apothekerschaft weiblich ist. Das könne auch daran liegen, dass Apothekerinnen in erster Linie den Beruf ausüben wollen und weniger als die männlichen Kollegen daran denken, standespolitische Aufgaben wahrzunehmen, vermutet ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening in der aktuellen Podcastfolge von „Frau Doktor, übernehmen Sie!“ (https://www.apotheken-umschau.de/podcast/serie/frau-doktor-uebernehmen-sie-ueber-frauenkarrieren-in-der-medizin-834213.html). Denn es sei möglicherweise eine sehr frühe Sozialisierung, dass Frauen weniger an gesellschaftliche politische Themen herangeführt werden. Ein weiterer Punkt: Insbesondere junge Frauen achten auf die Vereinbarkeit von Familie und Job. Ihr selbst hatte die Rückendeckung der Familie sehr geholfen, um sich für die Kandidatur als ABDA-Präsidentin zu entscheiden.

„Seid zuversichtlich. ihr werdet eure Wege erkennen; lasst euch die Wege nicht von Anderen vorbestimmen“, so Frau Overwiening, die wenig davon hält, sich für die eigene Lebensführung Ratschläge geben zu lassen. Frauen sollten an sich selbst glauben. Dieser Einsicht ging jedoch ein Lernprozess voraus, der von Zweifeln und Vorwürfen gegen sich selbst begleitet wurde, ergänzt sie.

Zum Thema Führung in Teilzeit hat sie ebenfalls eine klare Meinung: „Führung heißt nicht, dass man seinen Kolleginnen und Kollegen 40 Stunden auf die Finger gucken muss. Führung heißt, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dessen Bedürfnisse zu kennen: Welches Anliegen haben sie überhaupt, warum sind sie hier und arbeiten hier bei mir? Das ist genauso gut Führung. Ich bin fest davon überzeugt, dass Führung keine Vollzeitbeschäftigung braucht. Das ist Unsinn.“

Frauenförderung begreift Overwiening so, dass es darum gehen muss, Eigenverantwortung und Partizipation an Entscheidungsprozessen zu ermöglichen. Wer sie selbst gefördert hat und was sie Frauen mit auf den Weg gibt, die sich in Verbänden engagieren wollen, verrät sie im Podcast!

„Frau Doktor, übernehmen Sie!“ auf einen Blick

Apotheken Umschau-Chefredakteurin Julia Rotherbl spricht mit Frauen aus der Medizin-Branche und geht der Frage nach, wie sie Karriere gemacht haben, welche Hürden es gab und welche Lösungen sie für sich und andere gefunden haben. „Empowerment“ ist das zentrale Thema, denn Frauen in Führungspositionen sind in der Medizinbranche stark unterrepräsentiert. Die geteilten Erfahrungen sollen jungen Frauen Mut machen, ihnen Wege aufzeigen und sie beim Netzwerken unterstützen. „Frau Doktor, übernehmen Sie!“ erscheint unter der neuen Marke Apotheken Umschau Pro, die sich an alle Professionals im Gesundheitswesen richtet und ganz konkrete, praxisrelevante Informationen für den Berufsalltag bietet.

Der Podcast ist u.a. bei Apple Podcasts und Spotify sowie überall sonst, wo es Podcasts gibt, zu abonnieren:

https://ots.de/x0n3SQ

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