"Ich verdanke diesen Preis zu einem großen Teil Spanien", sagte der peruanisch-spanische Schriftsteller in einem Telefonat mit dem spanischen Fernsehsender TVE. "Hier bin ich zu einem bekannten Schriftsteller geworden."

Der Autor weiter: "Dieser Preis geht nicht nur an den Schriftsteller, er geht auch an sein Instrument, die spanische Sprache, diese wunderbare, energiereiche, kreative und moderne Sprache", sagte Vargas Llosa in New York.

"Sie verbindet 500 Millionen Menschen auf der ganzen Welt mit unterschiedlichem Lebensstil und unterschiedlicher Kultur. Ich weiß nicht, ob ich ohne diese wunderbare Sprache überhaupt Schriftsteller geworden wäre."

Dass er den Preis bekommen habe, rücke zugleich die lateinamerikanische Literatur mehr ins Licht der Weltöffentlichkeit. "Lange hat der Rest der Welt die Kultur Lateinamerikas einfach ignoriert. Diese Länder standen für viele für Diktatoren, Katastrophen und Revolutionen. Das hat sich Gott sei Dank geändert. Mittlerweile weiß die Welt, dass es hier auch Maler, Musiker und Sänger gibt. Ja, und auch Schriftsteller."

Er glaube nicht, dass der Preis seinen Schreibstil beeinflussen könne. "Ich freue mich sehr über den Preis. Aber meine Art zu Schreiben kommt ganz tief aus meiner Persönlichkeit. Und die kann der heutige Tag nicht umstoßen."

Sein persönliches Leben werde sich aber sehr wohl ändern: "Anders als in Lateinamerika und in Spanien habe ich hier in den USA ein ruhiges Leben gehabt", sagte der Peruaner, der derzeit an der Universität Princeton in der Nähe von New York lehrt. "Und jetzt: Dutzende Journalisten! Es wird wohl lebhafter." (SAZ, AFP; Foto: Wikipedia)

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