Krise ohne Ende: Mehr Arbeitslose als je zuvor – 18,8 Prozent!

Ende 2009 waren 4,3 Millionen Menschen ohne Job, wie das Nationale Statistik-Institut (INE) am Freitag in Madrid mitteilte. Dies entspricht einer Quote von 18,8 Prozent und einer Zunahme um fast fünf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Erwerbslosigkeit in Spanien ist damit doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt.

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Innerhalb eines Jahres verloren 1,1 Millionen Menschen in Spanien ihren Arbeitsplatz. Inzwischen gebe es zudem 1,2 Millionen Haushalte, in denen alle Familienangehörigen ohne Beschäftigung seien.

Die Situation in Spanien ist deshalb so dramatisch, weil das Land bereits unter einer hausgemachten Immobilienkrise und dem damit verbundenen Zusammenbruch des Bausektors litt, als es von der internationalen Wirtschaftskrise erfasst wurde.

Um das enorme Haushaltsdefizit und den wachsenden Schuldenberg in den Griff zu bekommen, hat die sozialistische Regierung Medienberichten zufolge ein 50 Milliarden Euro schweres Sparpaket vorbereitet.

Zudem soll das Rentenalter angesichts der Überalterung der Gesellschaft von derzeit 65 auf 67 Jahre erhöht werden.  (SAZ, dpa)

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Foto: Alcino (Flickr)