Krise in Spanien: Mehr Gewinne, weniger Jobs! “80.000 Arbeitsplätze abgebaut”

Wie das Nationale Statistik-Institut (INE) am Dienstag in Madrid mitteilte, ging die Zahl der Beschäftigten im ersten Quartal 2014 im Vergleich zu den letzten drei Monaten 2013 um 185 000 zurück. Im Jahresvergleich wurden knapp 80 000 Arbeitsplätze abgebaut.

Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozentpunkte auf 25,9 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen ging nach Angaben des INE um 2300 auf 5,9 Millionen zurück. Dies war der erste Rückgang in einem ersten Quartal seit Beginn der Wirtschaftskrise. Allerdings dürfte er größtenteils auf ein Schrumpfen der erwerbstätigen Bevölkerung zurückzuführen sein. Die Statistiken des ersten Quartals sind in Spanien traditionell ungünstig für den Arbeitsmarkt.

Finanzminister Cristóbal Montoro bezeichnete die Entwicklung als «hoffnungsvoll». «Spanien ist dabei, die Krise zu überwinden», sagte der Minister. Demgegenüber meinte die Opposition der Sozialisten, der anhaltende Abbau von Arbeitsplätzen widerlege die Erfolgsmeldungen der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy.