Krieg in der Ukraine: Neue Tote bei Straßenschlachten! “Putin steckt dahinter”

Die Regierungsgegner sprachen am Donnerstag von mehreren Toten.

Zum Konflikt in der Ukraine schreibt die spanische Zeitung «El País» aus Madrid am Donnerstag:

«Die blutige Unterdrückung der Proteste in der Ukraine durch Präsident Viktor Janukowitsch bringt die EU und Russland auf Konfrontationskurs. Das Drehbuch zur Repression kann nur der Kreml geschrieben haben. Russlands Präsident Wladimir Putin ist entschlossen zu verhindern, dass die Ukraine in die Einflusssphäre der EU hinüberwechselt; denn dies würde in seiner neoimperialistischen Sicht einen Fehlschlag bedeuten.

Für die EU ist der Moment der Wahrheit gekommen. Brüssel will einerseits gute Beziehungen zu Russland unterhalten, andererseits die Manöver Putins bekämpfen, die eine Demokratisierung in der Ukraine verhindern. Die EU würde ihre ohnehin schon geringe Glaubwürdigkeit in der Welt ruinieren, wenn sie Moskau die Federführung überließe.»

Am Mittwoch schrieb die Zeitung El Mund:

«Die Ukraine hat das schlimmste Blutbad seit Beginn der Proteste erlebt. Die Krise erreichte ein solches Ausmaß, dass die internationale Gemeinschaft nicht mehr passiv bleiben darf. Besonders besorgniserregend ist, dass organisierte radikale Gruppen dabei sind, bürgerkriegsähnliche Zustände zu provozieren. Man darf nicht vergessen, dass mehrere Polizisten gelyncht wurden.

Die EU meint, dass eine Lösung des Konflikts nur möglich sei, wenn es Fortschritte bei einer Verfassungsreform und eine demokratische Präsidentenwahl gebe. Letzten Endes liegt es aber in der Verantwortung von Präsident Viktor Janukowitsch zu verhindern, dass die Ukraine in den Abgrund stürzt und ein Bürgerkrieg ausbricht.»