Krieg in Afghanistan: Deutsche Soldaten motzen, Spanien zieht ab

Die spanische Verteidigungsministerin Carme Chacón bestätigte den Zeitplan in Madrid. Die in Gang gesetzte Übergabe der Sicherheitsverantwortung von der internationalen Schutztruppe Isaf an die afghanischen Sicherheitskräfte ermögliche den Abzug der spanischen Soldaten ab Januar, erläuterte Chacon.

Spanien hat im Rahmen der Isaf-Mission rund 1500 Soldaten in der Provinz Badghis im Nordwesten Afghanistans stationiert. Seit Beginn des Einsatzes im Jahr 2002 sind bislang 96 spanische Soldaten ums Leben gekommen, davon 62 bei einem Flugzeugunglück. Die Maschine, mit der die spanischen Soldaten nach ihrem Einsatz heimkehrten, war im Mai 2003 über der Türkei abgestürzt.

In der ZEIT hatten sich Soldaten darüber beschwert, ein halbes Jahr lang in Afghanistan „so gut wie nichts“ getan zu haben, stattdessen seien Steuergelder verschwendet worden.