Königin Sofia hält zu Urdangarín: Foto-Session in Washington

Denn dort gab es jetzt ein demonstratives Fotoshooting mit der Königin und dem Gatten ihrer 46-jährigen Tochter Cristina. Iñaki Urdangarín soll Millionen Euro veruntreut haben.

Der 43-jährige Urdangarín steht unter Verdacht, als Vorsitzender einer gemeinnützigen Stiftung zusammen mit seinem Partner in den Jahren 2004 bis 2006 mehr als eine Million Euro unterschlagen zu haben. Diese stammten aus öffentlichen Geldern der Regionalregierungen der Balearen und Valencia.

Die veruntreute Summe soll er über die Stiftung an seine Privatfirmen weitergeleitet haben. Ermittlungskreise sagten «El País», gegen Urdangarín werde wahrscheinlich binnen zwei Monaten Anklage erhoben.

Die Infantin Cristina war Vorstandsmitglied der Stiftung, als die Veruntreuung begangen worden sei. Nach Angaben der Justizkreise war sie jedoch nicht an den Entscheidungen beteiligt, die Urdangarín im engsten Kreis getroffen haben soll.

Erste Korruptionsvermutungen waren bereits 2006 aufgetaucht. Nach unbestätigten spanischen Presseberichten soll Juan Carlos damals seinen Schwiegersohn dazu überredet haben, als Vorsitzender der verdächtigten Stiftung zurückzutreten.

Die Tochter des Königs hatte den damaligen Handball- Nationalspieler 1997 geheiratet. Dieser führt seitdem den Adelstitel Herzog von Palma. Das Paar hat vier Kinder und lebt seit zwei Jahren in Washington.