Das Fehlen des Monarchen bei dem Gottesdienst, an dem traditionell die gesamte königliche Familie teilnimmt, löste in Spanien Verwunderung aus. Der Monarch verbrachte nach offiziellen Angaben die Osterfeiertage daheim in Madrid im Zarzuela-Palast.

Er habe dort den anstehenden Staatsbesuch des Emirs von Katar, Scheich Hamad bin Khaifa Al Thani, vorbreitet, der am Montag in Madrid erwartet wurde, verlautete nach Angaben der Zeitung El Mundo aus dem Königshaus.

Die Zeitung vermutete jedoch, dass das Fehlen des Monarchen in Wirklichkeit einen anderen Grund hatte. Es könne Teil einer Strategie gewesen sein, dem Kronprinzen Felipe in der Öffentlichkeit zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen – und seiner beliebten Gattin „Leti“ Letizia.

An der Ostermesse in Palma de Mallorca nahmen außer dem Thronfolger und Prinzessin Letizia auch deren Töchter Leonor und Sofía, Königin Sofía sowie Felipes Schwestern, die Infantinnen Elena und Cristina, teil.

In der Vergangenheit war es zuweilen vorgekommen, dass Kinder des Königs wegen Auslandsreisen der Ostermesse ferngeblieben waren. Juan Carlos selbst hatte bislang aber nie gefehlt.