Das pussierliche Tierchen soll die Frage beantworten, indem es zum ersten Mal aus seinem Bau gelockt wird und die Ankunft des Frühlings vorhersagen muss. Und das funktioniert ganz einfach: Wenn Murmeltier “Phil” seinen “Schatten sieht” und ein klarer, heller Wintertag herrscht, wird es noch sechs weitere Wochen in der Region kalt bleiben.

Der Brauch lässt sich auf den alten Mythos zurück führen, wonach Tiere nach ihrem Winterschlaf aus dem Bau krabbeln und sich beim Anblick ihres eigenen Schattens erschrecken würden, sofern der Zeitpunkt zu früh gewählt wurde. Dann flüchteten sie zurück in ihre Höhle, wo sie weitere sechs Wochen ausharrten und auf den Frühlingsanfang warteten.

Der wohl bekannteste Ort, um den Murmeltiertag zu erleben, ist Punxsutawney im US-Bundesstaat Pennsylvania. Tausende von Neugierigen und Kamerateams pilgern Jahr für Jahr in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar in das Städtchen, wo der Vorsitzende des Murmeltiervereins “Phil” aus seinem Winterschlaf in einem Baumstumpf weckt und in Erfahrung bringt, ob er seinen Schatten sieht.

Bekannt geworden ist die Tradition 1993 mit dem Kinohit “Und täglich grüßt das Murmeltier“ mit Bill Murray und Andie MacDowell in den Hauptrollen.