Kolumbien: Santos gewinnt, aber FARC-Gespräche in Gefahr! “Wenig transparent”

«Bei den Parlamentswahlen in Kolumbien hat die Regierungskoalition von Juan Manuel Santos wieder die Mehrheit errungen. Für den kolumbianischen Präsidenten bedeutet das Rückendeckung für die Friedensgespräche mit den Revolutionären Streitkräften von Kolumbien (FARC), seine meistgeschätzte politische Fahne.

Aber Santos hat zu Recht Euphorie vermieden: Die Wahlen stellen für den Machthaber nämlich auch ein Warnsignal dar. Der Santismus hat im wichtigen Senat die absolute Mehrheit verloren. Dort wird er auf Ex-Präsident Álvaro Uribe treffen, einem früheren Verbündeten und heutigen Gegner, der zum Oppositionsführer geworden ist (…)

Die mehr als zwei Millionen Stimmen, die Uribe erhalten hat, untermauern die Popularität, die der Ex-Präsident weiterhin genießt, und weisen darauf hin, dass der Dialog mit den FARC, den Uribe als überstürzt und wenig transparent bedauert, bei der Bevölkerung doch mehr Zweifel weckt, als die Regierung weismachen möchte.»