Nach Razzien im Kneipenviertel von Zaragoza am vergangenen Wochenende müssen zwei Kneipenbesitzer jetzt mit empfindlichen Strafen rechnen. 

Die Polizei fand in zwei Bars insgesamt 46 Minderjährige, denen der Zugang zu solchen Lokalen ohne Begleitung der Eltern per Gesetz verboten ist. In beiden Fällen drohen den Besitzern Geldstrafen zwischen 3.000 und 30.000 Euro. Außerdem können sie dazu verurteilt werden, ihr Lokal bis zu einem Jahr zu schließen. 

Das spanische Jugendschutzgesetz untersagt Minderjährigen den Zutritt zu Lokalen, in denen Alkohol und Tabak angeboten werden, es sei denn, sie werden von ihren Eltern oder ihrem Vormund begleitet. Ob den Jugendlichen in Zaragoza Alkohol verkauft wurde, ist bisher nicht bekannt. 

In der Region werden in letzter Zeit regelmäßig Razzien durchgeführt. Erst vor wenigen Wochen wurden drei Bars verklagt, weil sie Minderjährigen den Zutritt gestatteten. Zaragoza ist der Austragsort der diesjährigen Weltausstellung EXPO 2008.

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