Wochenlang hatten sie sich fernab jeder Hektik im warmen Florida vorbereitet, das ist jetzt vorbei. Die Gegenwart für Wladimir Klitschko und Sultan Ibragimov, die beiden Kontrahenten im Boxfight des Jahres um die Vereinigung des IBF- und des WBO-Titels im Schwergewicht, heißt New York. 

Aufeinandertreffen im Madison Square Garden

Bei einer Pressekonferenz trafen die beiden Schwergewichtler jetzt erstmals im legendären Madison Square Garden aufeinander. Genau dort, wo am kommenden Samstag das große Kräftemessen ansteht. 

Und während draußen ein kalter Wind durch die Häuserschluchten Downtown Manhattan wehte, ging es im Madison Square Garden kurzzeitig richtig heiß her. Für ordentlich Stimmung sorgte die Entourage des Russen Ibragimov – eine lautstark johlende und immer wieder "Sultan, Sultan" skandierende Gruppe martialisch anmutender Boxer vornehmlich puerto-ricanischer Abstammung, die im gleichen Gym trainieren, in dem sich auch Ibragimov vorbereitet hatte. 

Auf dem Podium selbst, wo Ringsprecher Michael Buffer 16 Beteiligte begrüßte, war man so kurz vor dem Showdown indes allgemein um Harmonie bemüht – keiner wollte sich so richtig in die Karten schauen lassen. Kein Wunder. Die Promoter, Manager, Matchmaker, TV-Verantwortlichen, Trainer und Boxer zollten sich gegenseitig Respekt und beschworen immer wieder die herausragende Bedeutung der "Unification", der ersten Titelvereinigung im Schwergewicht seit neun Jahren. 

Wer ist eigentlich der Favorit?

Ja, man werde gewinnen, ließen Klitschko und Ibragimov die Medienvertreter wissen, auf das sie es in die Welt hineintragen mögen. Dennoch – das Ballyhoo fiel betont höflich und gentlemanlike aus und gab deshalb kaum Aufschluss darauf, welche Ringecke denn nun selbstbewusster, siegessicherer in die Schlacht geht.

Ob das Wiegen am Donnerstag darüber mehr Aufschluss gibt? Einen Gewinner konnte Wladimir Klitschko allerdings bereits verkünden: es sind Jugendliche aus der Bronx, die der Ukrainer im Rahmen eines Projekts des Laureus-Sports-Award unterstützt. 

Der "Boxkampf des Jahres"  wird in der Nacht zum Sonntag ab 3.30 Uhr live auf RTL übertragen. Die Wiederholung gibt es ab 11 Uhr morgens.