Spanien setzt für seine von der EHEC-Krise stark betroffenen Gemüsebauern auf Entschädigungszahlungen der EU. Auch will es das Image seiner Produkte verbessern. Finanzielle Forderungen an Deutschland stellt die Regierung nicht.

Europaminister Diego Lopez Garrido sagte am Donnerstag in Berlin, Deutschland und Spanien wollten sich gegenseitig unterstützen.

Garrido wies darauf hin, dass Deutschland mit 25 Prozent den größten Teil des spanischen Gemüseexports abnehme. In mehr als 30 Jahren habe es dabei nie Probleme gegeben. Er warb dafür, vor weiteren Verzehr-Warnungen erst belastbare wissenschaftliche Ergebnisse abzuwarten.

Angesichts der erheblichen wirtschaftlichen Schäden für die spanischen Bauern müsse nun die von der EU-Kommission auf 210 Millionen Euro aufgestockten Entschädigungszahlungen schnellstmöglich ausgezahlt würden.

Garrido schloss private Schadenersatzforderungen spanischer Gemüsebauern gegen den Hamburger Senat jedoch nicht aus: Da habe die Regierung in Madrid aber „keine Mitsprache“.