Katastrophenflug Air France: Aus den Flitterwochen in den Tod

Anna ist eines von zwei spanischen Opfern, die sich an Bord der im Atlantik verschollenen Air France-Maschine befanden.

Die 28-Jährige kommt aus einer berühmten katalanischen Familie, die einst den spanischen Cava in Penedés eingeführt hatte. 

Seit zweieinhalb Jahren lebte Anna gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Javier in Dubai. Am 6. Mai heirateten die beiden auf dem Anwesen der Familie in Katalonien und flogen anschlieβend für drei Wochen in die Flitterwochen nach Rio de Janeiro. 

Die beiden frisch Vermählten verabschiedeten sich am Sonntag am Flughafen in Rio, wo jeder in ein anderes Flugzeug einstieg. Javier musste zurück nach Dubai, Anna hatte einige Tage Urlaub und wollte ihre Familie in Spanien sehen.

Über Paris wollte sie weiter nach Barcelona fliegen. Sie kam nicht mehr dazu. Die Katastrophe des Flugs AF-447 hat das Wiedersehen mit ihren Eltern verhindert. 

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Ein weiterer Spanier saβ in der Unglücksmaschine. Andrés Suárez Montes war 38 Jahre alt, verheiratet, ohne Kinder. Mit seiner venezuelanischen Frau lebte er in Carácas. 

Dann versetzte ihn die Firma nach Paris. “Sein Arbeitgeber bot ihm eine neue Aufgabe in Europa an, damit er wieder näher zu Hause sein kann”, erklärte Andrés Tante unter Tränen gegenüber dem Fernsehsender Antena3. Der Ingenieur stammt ursprünglich aus Sevilla.

Die Air France-Maschine startete pünktlich am Sonntag um sieben Uhr abends Ortszeit ab Rio de Janeiro. 

Dreieinhalb Stunden später hatte der Kapitän den letzten Funkkontakt mit Brasilien. Er informierte die Controller, dass er in das Fluggebiet des Senegal eintreten würde. Es gäbe Turbulenzen. Danach war Funksstille. 

Flug AF-447 hätte am Flughafen Charles de Gaulle in Paris um 11.10 Uhr landen müssen. Niemals kam er dort an.

An der vermutlichen Absturzstelle über dem Atlantik beträgt die Wassertiefe zwischen 1600 und 4000 Metern.

Unter den 228 Opfern befinden sich unter anderem 61 Franzosen, 58 Brasilianer und 26 Deutsche. 

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