Fakt ist: Der Wüstenstaat gab dem spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero bei einem Besuch in Doha entsprechende Zusagen.

Die Investitionen sollen nach spanischen Medienberichten vor allem in die Bereiche der Telekommunikation und der Energiewirtschaft fließen. In welche Unternehmen die Anleger aus Katar investieren wollen, war zunächst nicht bekannt.

Zapatero und der katarische Regierungschef Hamad bin Dschassim Al Thani hatten zuvor bekanntgegeben, dass der Wüstenstaat den kriselnden Sparkassen in Spanien zu einer Kapitalspritze von 300 Millionen Euro verhilft.

Ein großer Teil der spanischen Geldinstitute steckt aufgrund des abrupten Ende des Baubooms in einer Krise und benötigt dringend neue Finanzmittel.

Zapatero wertete das Investitionsprogramm des Ölstaats als ein Zeichen dafür, dass Katar Vertrauen in die wirtschaftlichen Reformen der spanischen Regierung habe.

Er reiste am Montagabend von Doha in die Vereinigten Arabischen Emirate. Dort wollte er ebenfalls für Investitionen in Spanien werben. Am Mittwoch will der spanische Ministerpräsident Tunesien als erster westliche Regierungschef nach dem Sturz des Regimes von Zine el Abidine Ben Ali besuchen. (SAZ, dpa; Foto: PSOE)